Die Kontroversen um das „Passiv-Rauchen“ am Arbeitsplatz und der Wandel der Berufskrebsforschung in Westdeutschland (1955–1985)
B Bächi · Das Gesundheitswesen · 2010 · Heft 09
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einleitung: Passivrauchen wurde 1985, nach Überwindung aller „wissenschaftlicher Differenzen“, von der DFG Senatskommission zur Prüfung gefährlicher Arbeitsstoffe als „krebsgefährdend“ eingestuft. Diese Kommission erarbeitet seit den 1950er Jahren die wissenschaftlichen Grundlagen zur Regulierung gesundheitsgefährdender Stoffe am Arbeitsplatz in Westdeutschland. Seit den 1960er Jahren wurde auch das Problem des „Passivrauchens“ in dieser Kommission immer wieder diskutiert. Der Beitrag beschreibt die Aushandlungsprozesse zwischen so unterschiedlichen Akteuren wie Anti-Tabak-AktivistInnen, Toxikologen, Arbeitsmedi…