Polyglobulie
D Köhler, D Dellweg · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 2010 · Heft 46 · S. 2300-2303
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Eine Polyglobulie wird definiert an der Erhöhung des Hämatokrits bzw. des Hämoglobins (Männer > 18,5 g/dl; Frauen < 16,5). Sie kann durch eine Neoplasie mit Vermehrung eines Zellklons entstehen wie bei Polycythaemia vera. Häufiger sind aber reaktive Formen infolge chronischer Hypoxämie. Physiologischerweise gibt es sie bei Hochlandbewohnern und gelegentlich in der Sportmedizin bei Höhentraining. Erythropoietin und verwandte Substanzen induzieren als Dopingmittel auch eine grenzwertige Polyglobulie. Die Polyglobulie infolge einer chron. Hypoxämie ist ebenfalls reaktiv. Hier kann die Lunge selbst b…