Gibt es eine neuropsychologische Rückfallprävention bei Alkoholabhängigen?
J. Lindenmeyer · Suchttherapie · 2010 · Heft 04 · S. 166-172
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Fortschritte der Neurobiologie haben den Blick auf die suchtbedingten Einschränkungen der Willensfreiheit von Alkoholabhängigen im Moment eines Rückfalls gelenkt. Postuliert wird die überdauernde Existenz eines sogenannten Suchtgedächtnisses, das in rückfallkritischen Momenten mit einer situativen Einschränkung der rationalen Selbstkontrolle durch automatisierte, suchtmittelbezogene Informations- und Appetenz-Prozesse einhergeht. Da diese Rückfallprozesse den Betroffenen häufig nicht bewusst sind, können sie durch herkömmliche Psychotherapieverfahren kaum verändert werden. Der vorliegende Artikel…