Charles-Bonnet-Syndrom – klinische Besonderheiten eines faszinierenden Krankheitsbilds
H. M. Elflein · Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde · 2013 · Heft 12 · S. 1225-1229
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Auch psychisch gesunde, kognitiv völlig unauffällige Personen können visuelle Halluzinationen wahrnehmen, die als Charles-Bonnet-Syndrom (CBS) bezeichnet werden – benannt nach einem Schweizer Wissenschaftler, der solche Wahrnehmungen erstmals im 18. Jahrhundert beschrieben hat. Den Betroffenen ist der nichtreale Charakter der Halluzinationen in der Regel bewusst. Die Definitionen des CBS sind nicht einheitlich. So ist etwa eine Sehbehinderung oder Blindheit nicht in allen Definitionen gefordert, dieses Kriterium ist dennoch häufig assoziiert mit dem CBS. Weil die Prävalenz gerade bei Sehbehindert…