Mensch und GehirnEine Reflexion über die Interdependenz von Anthropologie und Neurowissenschaften
Müller, O.; · Zeitschrift für medizinische Ethik, Ostfildern · 2008 · Heft 8 · S. 285 bis 292
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Neue Medizin-Technologien und Behandlungsmethoden scheinen, wenn es sich um Eingriffe ins menschliche Gehirn handelt, unweigerlich zu heiklen Anthropotechniken zu werden: »brain-machine-interfaces«, diverse Stimulationsverfahren (»deep brain Stimulation«, »nervus vagus Stimulation«) oder psychopharmakologische Behandlungen (Prozac, Ritalin) sind Gegenstände ethischer Besorgnis, da das Gehirn ein Organ der besonderen Art ist: Es ist - wie auch immer das ontologisch zu verstehen ist - der »Sitz« desjenigen, was man das menschliche Selbstverständnis nennt.