Eisenchelatoren
N Gattermann · TumorDiagnostik & Therapie · 2014 · Heft 10
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Da jedes Erythrozytenkonzentrat dem Empfänger etwa 200 – 250 mg Eisen zuführt, entwickelt sich bei chronischer Transfusionsbedürftigkeit eine Eisenüberladung, die Organschäden bewirken kann. Gemäß den aktuellen Empfehlungen des European LeukemiaNet sollte daher bei Patienten mit Niedrigrisiko-MDS, die schon mindestens 25 Erythrozytenkonzentrate erhalten haben und deren Serumferritin bei über 1000 ng/mL liegt, die Behandlung mit einem Eisenchelator erwogen werden. Zur Behandlung einer Eisenüberladung stand über mehrere Jahrzehnte nur Deferoxamin (Desferal®) zur Verfügung. Das Medikament hat den Nachteil einer sch…