Aphereseverfahren bei Nierenerkrankungen und Nierentransplantation – Der aktuelle Stand des Wissens
Bernd Hohenstein · Dialyse aktuell · 2015 · Heft 04 · S. 207-212
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Evidenz für den Einsatz von Aphereseverfahren bei nephrologischen Erkrankungen ist stark vom Krankheitsbild und deren Akuität abhängig. Für eine Reihe nephrologischer Erkrankungen ergeben sich damit klare Indikationen für die Anwendung eines Aphereseverfahrens. Hierzu gehören die ANCA–assoziierten Vaskulitiden, bei denen in Fällen der schwerer Nierenbeteiligung (Serum-Kreatinin-Wert > 500 μmol/l bzw. > 5,8 mg/dl) sowie schwerer pulmonaler Beteiligung der therapeutische Plasmaersatz durchgeführt werden sollte. Gleichermaßen ist diese Behandlung bei der Anti-GBM-Erkrankung, der kryoglobulinämischen Vaskulitis…