Zur Frage der „Parasyphilis”1)
S. Schoenborn, Wilhelm Cuntz · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1913 · Heft 12 · S. 542-544
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die Fourniersche Definition, die ja nie völlig von allen Autoren geteilt wurde, ist heutzutage nicht mehr zu halten. Eine Organaffektion deswegen parasyphilitisch zu nennen, weil sie in klinisch ähnlicher oder gleicher Weise auch auf anderem Boden entstehen kann (Fournier), geht doch nicht mehr an. Die Stütze der klinischen Verwendung dieses Namens waren bisher bei den betreffenden Erkrankungen ihre Nichtheilbarkeit durch Hg und Jod und die Unmöglichkeit eines biologischen Nachweises der Lues. Die letztere ist durch die Wa.R. (auch Zytodiagnose, Nonne-Apelt, Präzipitinausfällung etc.) beseitigt,…