Ueber die stomachale Anwendung von Tuberkulinpräparaten1)
B. Möllers, W. Heinemann · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1911 · Heft 40 · S. 1825-1827
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung 1. Es ist praktisch möglich, das Tuberkulin in Kapseln zu reichen, die zwar der Verdauung des Magensaftes widerstehen, aber unter der Wirkung des Darmsaftes zur Auflösung gebracht werden. 2. Unter dem Einfluß des Pepsins und des Trypsins wird die spezifisch wirksame Substanz des Tuberkulins stark geschädigt, diese Schädigung läßt sich experimentell nachweisen durch den Ausfall a) der Pirquetschen Reaktion, b) des Meerschweinchenversuches, c) der Komplementbindungsmethode nach Bordet und Gengou. 3. Selbst hochgradig tuberkulinempfindliche Menschen haben bei stomachaler Verabreichung Dosen bis zu 1…