Die Neuraminidase als pathogenetischer Faktor bei Pneumokokken-Infektionen
H. E. Müller · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1969 · Heft 42 · S. 2149-2154
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei akuter Pneumokokken-Meningitis konnten pathologische Liquor-Eiweißveränderungen an einigen Glykoproteinen (saures α1-Glykoprotein, α1-Antitrypsin, α2-Makroglobulin, Haptoglobin, Transferrin und Hämopexin) nachgewiesen werden. Es handelt sich dabei um die Wirkung einer Pneumokokken-Neuraminidase, die aus verschiedenen Proteinen Neuraminsäure abspaltet. Der Nachweis der abgespaltenen Neuraminsäure erfolgte durch die Immunelektrophorese sowie durch die Bestimmung des Neuraminsäuregehaltes im Liquor. Die pathogenetische Bedeutung der Neuraminidase bei der Pneumokokken-Infektion dürfte damit wahrs…