Zur Verwendung von β-Rezeptorenhemmstoffen bei Atropinvergiftungen*
L. Lendle, H. dal Ri, G. Schmidt · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1966 · Heft 29 · S. 1299-1303
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die Blockade der parasympathischen M-Rezeptoren durch Atropin läßt sich mit Parasympathikomimetika nur dann durchbrechen, wenn die aufgenommenen Giftmengen die lähmende Grenzkonzentration nicht wesentlich überschreiten. Da bei Atropinvergiftungen meist sehr viel größere Giftmengen aufgenommen werden als die lähmende Grenzdosis für den parasympathischen Rezeptor von 30,0 μg/kg, wird vorgeschlagen, die Tachykardie im Rahmen der Atropinvergiftung durch Hemmstoffe für die adrenergischen β-Rezeptoren zu behandeln. In Tierversuchen an Kaninchen und Katzen wird gezeigt, daß zum Beispiel mit Pronethalol…