Enzephalopathie nach operativ angelegter portocavaler Anastomose
G. A. Martini, F. Stelzner, W. Dölle · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1961 · Heft 11 · S. 461-465
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Unter den Folgezuständen einer operativ angelegten portocavalen Anastomose verdient die Enzephalopathie besondere Beachtung. Man versteht darunter eine zerebrale Intoxikation durch Substanzen (u. a. Ammoniak), die wahrscheinlich durch Einwirkung von Bakterien auf stickstoffhaltigen Darminhalt (Nahrungseiweiß!) gebildet werden. Diese Stoffe gelangen durch die portocavale Anastomose unter Umgehung der Leber in den großen Kreislauf und werden erst verspätet und unzureichend in der erkrankten Leber umgesetzt und entgiftet. Die Enzephalopathie äußert sich in einer Störung des Bewußtsein bis zum Koma.…