Die Behandlung extrapyramidaler Hyperkinesen
Hans-Georg Mertens, Peter-Axel Fischer · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1958 · Heft 51 · S. 2288-2296
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Extrapyramidale Hyperkinesen, die bisher nicht beeinflußbar waren, sind nun einer Therapie zugänglich. Die Erfahrungen mit Reserpin und Chlorpromazin haben gezeigt, daß diese Medikamente einen subkortikalen Angriffspunkt haben und — als Nebenwirkung des bisher erstrebten Effektes auf den psychischen Zustand — ein akinetisch-abulisches Syndrom erzeugen. Perphenazin, ein neuer Phenothiazinkörper, übt eine wesentlich gezieltere Wirkung auf die entzügelten extrapyramidalen Erregungsabläufe aus. So konnten bei acht Kranken mit einer Chorea Huntington und sechs anderen choreatischen oder atethotischen…