Eugenische Zwangssterilisationen und Schwangerschaftsabbrüche im Nationalsozialismus
G. Link · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 1999 · Heft 08 · S. 416-424
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die vorliegende Abhandlung befaßt sich mit den 350000-400000 eugenischen Zwangssterilisationen, die zwischen 1934 und 1945 im nationalsozialistisch beherrschten Deutschland vorgenommen wurden. Deren juristische Grundlage bildete das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses” vom 14. Juli 1933. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf den Sterilisationen an der Universitätsfrauenklinik Freiburg und der Praxis der Erbpflege in Freiburg und Baden. Die Aufarbeitung der zeitgenössischen medizinischen und juristischen Fachliteratur gewährt einen Einblick in die rassenhygienische Ideologie und die…