Anorektaler Ergotismus
W. H. Jost, F. Raulf, H. Müller-Lobeck · Aktuelle Neurologie · 1991 · Heft 02 · S. 53-56
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Ergotaminhaltige Suppositorien gelten als sehr wirksam in der Kupierung eines Migräneanfalls. Eine seltene aber schwere Komplikation dieser Therapie ist der anorektale Ergotismus, der zu Beginn häufig symptomarm verläuft und oft erst bei ausgeprägten Befunden diagnostiziert wird. Berichtet wird über 13 Migräne-Patientinnen mit Rektumulzera, wobei in 8 Fällen eine rekto- beziehungsweise anovaginale Fistel vorlag. Therapeutisch führte das sofortige Absetzen der Noxe bei den fünf nicht fistelnden Veränderungen zur Abheilung innerhalb Tagen bis Wochen. Die acht Patientinnen mit Fisteln wurden operier…