Geburtshilfliche und ethisch-juristische Problematik bei einer Geminigravidität mit Anenzephalus und Polyhydramnion des führenden Zwilling I jenseits von 28 Schwangerschaftswochen
G. Greiner, B. Bock, K. Sammler, A. Feige · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 1991 · Heft 05 · S. 355-356
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Fehlbildungen finden sich bei Zwillingen doppelt so häufig wie bei Einlingen. Wir berichten im folgenden Fall über eine Geminigravidität mit Anenzephalie und Polyhydramnie des führenden Zwilling I, die erstmalig nach 28 Schwangerschaftswochen diagnostiziert wurde. Die fetale Erkrankung von Zwilling I führte zu einer erheblichen Dyspnoe der Mutter, die sich bis zur 32. Schwangerschaftswoche zu einer beginnenden Ateminsuffizienz verschlimmerte. Die ins Auge gefaßte Schwangerschaftsbeendigung durch Sectio caesarea aus mütterlicher Indikation wurde zugunsten eines selektiven Fetozids des erkrankten Z…