Behandlung von Depressionen mit Schlafentzug und Schlafphasenvorverlagerung
D. Riemann, J. Vollmann, F. Hohagen, H. Lohner, Almut König, C. Faller, N. Edali, M. Berger · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 1995 · Heft 07 · S. 270-276
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Etwa zwei Drittel aller Patienten mit einer Major-Depression (MDD) sprechen auf eine Behandlung mit Schlafentzug an. Der Effekt des Schlafentzugs ist jedoch in der Regel nur kurzfristig und wird meist durch den darauffolgenden Nachtschlaf aufgehoben. In einer Pilotstudie konnten wir zeigen, daß eine konsekutive Schlafphasenvorverlagerung nach Schlafentzug bei der Hälfte der Patienten, die auf den Schlafentzug angesprochen hatten, den Schlafentzugseffekt stabilisiert. In dieser ersten Studie waren die meisten der Patienten jedoch simultan mit Antidepressiva während der chronobiologischen Manipulat…