Die operative Anatomie des Blasenverschlusses und ihre Bedeutung für die vaginale Operation der Streßinkontinenz
K. Richter · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 1988 · Heft 08 · S. 541-550
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Der Blasenverschluß steht unter der Einwirkung eines bei Anstrengung vehement nach abwärts drängenden hydroaerodynamischen Ungleichgewichtes („Streß“). Der Streß wird durch die relative Schwäche des Beckenbodens verursacht. Die Mm. rectococcygei und pubo-coccygei pressen die im Hiatus urogenitalis befindlichen Eingeweide und Strukturen nach Art eines Pfropfen zu einem Verschluß zusammen. Das Diaphragma urogenitale überbrückt den Levatorschlitz. Es besteht aus der Membrana perinei, der Fascia superior und der dazwischenliegenden glatten sowie quergestreiften Muskulatur (M. sphincter urethrovaginal…