Über die Verleihung der chirurgischen Ehrendoktorwürde an Johann Georg Heine (1771-1838), den Begründer der modernen konservativen Orthopädie
Doris Schwarzmann · Zeitschrift für Orthopädie und Unfallchirurgie · 1985 · Heft 01 · S. 94-99
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Das forschungsgeschichtlich lange Zeit in Frage gestellte chirurgische Ehrendoktorat J. G. Heines hat sich durch den überraschenden Fund der Promotionsurkunde, datiert auf den 6. 4. 1824, im Staatsarchiv München bestätigt. Diese Ehrung Heines durch die medizinische Fakultät Jena erfolgte wahrscheinlich auf den Einfluß politischer Kreise hin. Zu diesen hatte Heine sicherlich gute Kontakte, nicht zuletzt durch die Behandlung prominenter Patienten, darunter auch des Sohnes des Kanzlers von Müller, wie die Durchsicht der Krankenliste des Carolineninstituts ergeben hat.