Der Effekt von Neostigmin an der motorischen Endplatte beim Intermediärsyndrom der Alkylphosphatvergiftung
R. Besser · EEG-EMG Zeitschrift für Elektroenzephalographie, Elektromyographie und verwandte Gebiete · 1991 · Heft 01 · S. 37-39
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einem Patienten mit schwerer Alkylphosphatvergiftung wurde in der Rückbildungsphase der neuromuskulären Blockade (Intermediärsyndrom) aus therapeutischen Gründen zur Überwindung einer Darmatonie 1 mg Neostigmin intravenös appliziert. Diese Dosis, die bei Gesunden keine Störung der neuromuskulären Übertragung hervorruft, führte klinisch und neurophysiologisch zu einer erheblichen Verschlechterung der Übertragungsfunktion mit vollständiger Lähmung der Muskulatur und Verstärkung des Dekrementphänomens. Hierdurch unterscheidet sich das Dekrementphänomen des Intermediärsyndroms von einem ähnlichen…