Ist die perkutane Harnableitung bei Patienten mit inkurablem Blasenkarzinom eine sinnvolle palliative Maßnahme?
S. C. Müller, P. H. Walz, K. Klose, G. H. Jacobi · Aktuelle Urologie · 1985 · Heft 06 · S. 309-312
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Für Patienten mit fortgeschrittenem Blasenkarzinom gibt es kein anerkanntes Therapiekonzept. Bei 50 Patienten mit inkurablem Blasenkarzinom haben wir eine perkutane Nephrostomie zur palliativen Harnableitung durchgeführt. Die Überlebenszeit lag durchschnittlich bei 6,6 Monaten. Nach einem halben Jahr waren bereits 62% der Patienten verstorben, nur 12% überlebten länger als ein Jahr. An zwei Patienten (5%), die bereits länger als zwei Jahre überlebt haben, zeigt es sich, daß die oft humanitär geprägte Meinung, dem Patienten einen »gnädigen Tod« in der Urämie zu gönnen, sehr problematisch sein kann…