Schwere Spätdystonie unter Fluspirilen
G. Laux, G. Gunreben · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1991 · Heft 25 · S. 977-980
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einer 25jährigen Patientin, die wegen Antriebslosigkeit und depressiver Verstimmung über 6 Monate neun intramuskuläre Injektionen von jeweils 1,5 mg des Depot-Neuroleptikums Fluspirilen erhalten hatte, traten einschießende, tonische Verkrampfungen der Hals- und Nackenmuskulatur mit ruckartigen Kontraktionen im Mund- und Kieferbereich sowie Propulsiv-Bewegungen beider oberer Extremitäten auf. Therapieversuche mit Biperiden (bis 20 mg/d) und Benzodiazepinen waren erfolglos, unter Tiaprid (bis 1000 mg/d) war eine leichtgradige Besserung und unter 15 mg Haloperidol eine vollständige Remission zu…