Defibrinierungssyndrom nach Schlangenbißverletzungen
A. Meißner, B. Hausmann, C. Linn, P. Piepgras, H. Mönig, R. Wronski, H. D. Bruhn · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1989 · Heft 39 · S. 1484-1487
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einem 51jährigen und einem 29jährigen Patienten kam es innerhalb von zwei Stunden nach Bißverletzung durch die Vipern-Arten Echis carinatus (Sandrasselotter) bzw. Agkistrodon halys (Halysotter) zu einem Defibrinierungssyndrom. In beiden Fällen war das Syndrom durch eine Afibrinogenämie mit Verlängerung der Thrombinzeit, durch Auftreten von Fibrinmonomeren und Fibrinogenspaltprodukten sowie einen Abfall der Plasminogenkonzentration gekennzeichnet. Hämorrhagische Symptome traten in Form von Zahnfleischbluten und Makrohämaturie auf. Das jeweils artspezifische Antiserum wurde 9 bzw. 16 Stunden na…