Rötelnenzephalitis bei einer Erwachsenen mit ungewöhnlichem Verlauf*
R. Poburski, J.-P. Malin · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1984 · Heft 47 · S. 1796-1800
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einer 35jährigen Patientin entwickelten sich nach einer inapparent gebliebenen Rötelninfektion protrahiert im Laufe mehrerer Wochen neurologische Ausfallserscheinungen. Die Diagnose einer Rötelnenzephalitis konnte aufgrund des signifikanten Titeranstiegs von Antikörpern gegen Rötelnvirus und des Nachweises von IgM-Antikörpern gesichert werden. Erst in der 16. Krankheitswoche setzte eine langsame Besserung der neurologischen Störungen ein. Acht Monate nach Krankheitsbeginn bestanden aber noch schwere Sprach-, Lese-, Schreib- und Rechenstörungen sowie eine leichte Affektinkontinenz.