Heinrich von Kleist - Krise und schöpferisches Überwinden
Jann Schlimme · Psychiatrische Praxis · 2001 · Heft 05 · S. 230-234
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Heinrich von Kleists Leben wurde wiederholt durch „Krisen” erschüttert, wobei sein Werk zumeist als Darstellungen seines gescheiterten Daseins verstanden wurde. Sein Werk wird hier am Beispiel der „Kant-Krise” (1801) und der „Soldaten-Krise” (1798) als Ausdruck schöpferischen Überwindens dieser „Krisen” untersucht. Dieses zeigt sich in dem „Aufsatz, den sichern Weg des Glücks zu finden” (Soldaten-Krise) und in „Der zerbrochne Krug” (Kant-Krise). Dabei verstehen sich seine „Krisen” in heutiger psychopathologischer Sicht als depressive Episoden, sind jedoch in einen philosophischen und künstlerisch…