Einstellung von Sondenernährung, Patientenverfügung und gerichtliche Genehmigung der Therapiebegrenzung
Sonja Rothärmel · Zentralblatt für Chirurgie · 2001 · Heft 09 · S. 722-729
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Seit dem „Kemptener Urteil” des Bundesgerichtshofs in Strafsachen von 1994 dürfen lebenserhaltende Maßnahmen auch dann eingestellt werden, wenn der Patient möglicherweise noch monatelang am Leben gehalten werden könnte. Dabei nennt das Gericht nur wenige normative Zulässigkeitsvoraussetzungen solcher „Hilfe zum Sterben” - maßgeblich soll vor allem der Wille des Patienten sein. Weil sich dadurch die rechtliche Problematik auf die Feststellbarkeit des Willens bei einwilligungsunfähigen Patienten verschoben hat, kommt Einwilligungssubstituten wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht wie auch der ge…