Infarkt und Vitalitätsdiagnostik
S Miller · RöFo - Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen und der bildgebenden Verfahren · 2004 · Heft 05
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das Signalverhalten postischämischer Myokardregionen hängt von der Dauer der Ischämie und dem weiteren Pathomechanismus ab, welchem das Gewebe nach Ischämiebeginn unterworfen ist. Bereits Anfang der 80-er Jahre fand man verlängerte T1- und T2-Relaxationszeiten in ischämisch geschädigten Myokardarealen. Angehobenes T2 Signal repräsentiert dabei erhöhten Wassergehalt (Ödem) in Ischämiezonen, was jedoch nicht als Marker für irreversibel geschädigtes Myokard gewertet werden kann. Die Infarktausdehnung wird beispielsweise in Aufnahmen mehrere Stunden bis wenige Tage nach Ischämie überschätzt, im weiteren Verlauf dann…