Bedeutung von Polymorphismen des Mannose-bindenden Lektins (MBL2) für Entwicklung und Progression chronischer Lebererkrankungen
J Halangk, H Witt, A Hachfeld, G Puhl, T Müller, V Weich, A Bergk, R Nickel, B Wiedenmann, P Neuhaus, W Luck, T Berg · Zeitschrift für Gastroenterologie · 2006 · Heft 04
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einleitung: Das Mannose-bindende Lektin (MBL2) vermittelt über Bindung an bakterielle und virale Strukturen Funktionen wie Opsonierung und Komplement-Aktivierung. Die MBL-Konzentration wird durch Polymorphismen im Exon 1 (B, C, D), im Promoter (H/L, X/Y) und in der 5’UTR (P/Q) bestimmt. Bei Individuen, die MBL2 Exon 1 Polymorphismen tragen, ist die MBL-Konzentration deutlich vermindert. Assoziationen von MBL2 Polymorphismen mit Infektions- und Autoimmunerkrankungen wurden beschrieben. Hinsichtlich der Bedeutung der MBL-Varianten für die Entwicklung und Verlauf von chronischen Lebererkrankungen existieren bisher…