„Undermentalizing“ als zugrundliegender Mechanismus der Theory-of-Mind-Störung bei Personen mit Asperger-Syndrom? Hinweise durch qualitative Fehleranalysen eines videobasierten To…
H Adenauer, J Kessler, M Brand, I Dziobek, S Fleck, E Kalbe · Aktuelle Neurologie · 2007 · Heft 09
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einleitung: Unter Theory of Mind (ToM) versteht man die Fähigkeit, sich in die geistigen Zustände, d.h. Gedanken, Emotionen und Absichten anderer Menschen hineinversetzen zu können, um deren Verhalten zu interpretieren und vorherzusagen. ToM-Dysfunktionen stellen ein Kerndefizit bei Personen mit Asperger-Syndrom (AS) dar, das zu den Autismusstörungen gezählt wird. Bisherige ToM-Tests mit einem vorrangig dichotomen Antwortformat (richtig/falsch) erlauben nur Aussagen über Vorliegen und Ausmaß einer ToM-Störung. Qualitative Fehleranalysen könnten jedoch Aufschluss darüber geben, ob, wie von Frith (2004) angenommen…