Analyse des „Nichtgebrauchs” der oralen Antikoagulation zur Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern: Eine prospektive Studie
B. Reicke, F. Masuhr, M. Weih · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 2008 · Heft 07 · S. 391-395
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern stellt eine effektive Methode in der Primär- und Sekundärprävention des kardioembolischen Schlaganfalls dar, wird in der Praxis aber oft nicht angewendet. Die detaillierten Gründe für diesen „Nichtgebrauch” sind in Deutschland bisher nicht genauer untersucht worden. In den vorliegenden Studien wurden 105 Schlaganfallpatienten mit Vorhofflimmern prospektiv durch semistrukturierte Interviews untersucht. Der häufigste Grund für einen „Nichtgebrauch” war, dass das Vorhofflimmern nicht bekannt gewesen ist (43 %). Bei bekanntem Vorhofflimmern lehnten 30 % de…