Sind Migranten häufiger von psychischen Störungen betroffen?
Heide Glaesmer, Ulla Wittig, Elmar Brähler, Alexander Martin, Ricarda Mewes, Winfried Rief · Psychiatrische Praxis · 2009 · Heft 01 · S. 16-22
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung ANLIEGEN Das Auftreten psychischer Erkrankungen bei Migranten und Nichtmigranten soll verglichen werden. MATERIAL UND METHODE In einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe (n = 2510) wurden Prävalenzen mittels PHQ (depressive Störungen, somatoforme Beschwerden, generalisierte Angststörungen) sowie mit der PTDS (Posttraumatische Belastungsstörungen) geschätzt. ERGEBNISSE 11,1 % der Stichprobe sind Migranten. Diese sind gleich häufig von den untersuchten psychischen Störungen betroffen wie Nichtmigranten. SCHLUSSFOLGERUNG Die Ergebnisse stehen in Kontrast zur weitverbreiteten defizitorientierten…