Sapere aude – aude sapere
Michael Hartmann · Allgemeine Homöopathische Zeitung · 2010 · Heft 01 · S. 20-22
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Der aus den Briefen des Horaz stammende Wahlspruch der Aufklärung „sapere aude” wurde von Hahnemann 1819 in der 2. Auflage des Organon zu „aude sapere” abgewandelt. In der Wendung liegt eine Kritik an der Ablehnung des Geistartigen durch Kant. In ganz anderer Form entwickelte im selben Jahr der Philosoph Arthur Schopenhauer in seinem Hauptwerk die Kritik an Kant, indem er den philosophischen Materialismus als Zirkelschluss demaskierte. Nach dem Werk Schopenhauers ist es logisch unmöglich, die Homöopathie aufgrund ihrer nicht materiellen Wirkungsweise abzulehnen.