Vergiftungen durch Schalentiere und Fische – Therapie und Prävention
Dietrich Mebs · Flugmedizin · Tropenmedizin · Reisemedizin – FTR · 2012 · Heft 05 · S. 240-243
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Vergiftungen, die nach dem Verzehr von Meeresfrüchten wie Muscheln und Fischen auftreten, sind keineswegs selten. Muscheln können giftige Algen (Dinoflagellaten) aufnehmen und deren Toxine speichern. Ihr Verzehr löst verschiedene Vergiftungen mit paralytischen, neurotoxischen, gastroenteralen Symptomen oder Beeinträchtigungen des zentralen Nervensystems aus. Auch bei der Fischvergiftung Ciguatera spielen Giftalgen eine Rolle, deren Toxine sich über die Nahrungskette anreichern. All diese Toxine sind enorm hitzestabil. Spezifische Antidote existieren nicht. Die Behandlungen der Vergiftungen erfolgen symptomatisch…