Das Gitelman-Syndrom – Diagnostik und Therapie des familiären Hypokaliämie-Hypomagnesiämie-Syndroms
Karsten Keller, Johannes Beule, Wolfgang Dippold · Der Klinikarzt · 2013 · Heft 01 · S. 40-44
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das Gitelman-Syndrom ist eine seltene, autosomal rezessiv vererbte Erkrankung. Mutationen im SLC12A3-Gen führen zu einer gestörten Funktion des Na+Cl--Kotransporters im distalen Tubulus des Nephrons. Typisch sind eine hypokaliämische Alkalose mit Salzverlust, Hypomagnesiämie und Hypocalciurie. Die Symptome umfassen Schwäche, Müdigkeit, Schwindel, Hypotonie, Muskelkrämpfe, Parästhesien, abdominelle Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Fieber. Diagnosekriterien nach Bettinelli et al. 3 sind eine normale Urinkonzentrationsfähigkeit der Nieren, eine normale GFR, eine Hypomagnesiämie (< 0,65 mmol/l), eine Hypokaliämie…