Myelodyplastische Syndrome – Standards und neue Entwicklungen in Diagnostik und Therapie
N.N. · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 2017 · Heft 20 · S. 1502-1507
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Was ist neu? Klassifikation Die aktuelle WHO-Klassifikation hat die Nomenklatur der „refraktären Anämien“ zugunsten des Begriffs „myelodysplastisches Syndrom“ (MDS) verlassen. Da die medulläre Blastenateil im Falle einer Expansion der erythroiden Vorläuferzellen nicht mehr auf die nicht erythropoetischen Zellen bezogen wird, wird statt einer akuten myeloischen Leukämie M6 zukünftig ein MDS mit Exzess von Blasten diagnostiziert. Diagnostik Erstmals wird mit der Mutation im SF3B1-Gen eine Genmutation als Diagnosekriterium berücksichtigt. Nur mit dieser ist eine vollständige und präzise Diagnostik und Klassifikatio…