Der „unmoralische Patient”
N.N. · Nervenheilkunde · 2012 · Heft 04 · S. 209-214
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die empirische Erforschung des moralischen Entscheidens und Handelns stützt sich zunehmend auf Patienten, die selten auftretende Hirnläsionen in bestimmten Regionen des Frontallappens aufweisen. Dies stellt sowohl die neuroethische Frage zur Bedeutung solcher Erkenntnisse für unser Verständnis von Moral als auch die medizinethische Frage nach dem Umgang mit solchen Patienten im Kontext von Forschung und Klinik. Basierend auf einer Auswertung der Literatur über den Zusammenhang von Hirnläsionen und Sozialverhalten sowie gut 40 Jahren eigene Erfahrung in der neuropsychologischen Abklärung zeigen wi…