Spinale Muskelatrophien
N.N. · Nervenheilkunde · 2011 · Heft 10 · S. 787-796
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Spinale Muskelatrophien (SMA) umfassen eine klinisch und genetisch heterogene Gruppe erblicher neuromuskulärer Erkrankungen, die durch einen progredienten Untergang von Vorderhornzellen im Rückenmark und zum Teil der motorischen Hirnnervenkerne charakterisiert sind. Die autosomal-rezessive proximale SMA des Kindes-und Jugendalters (SMA 5q) stellt mit ca. 80 bis 90% die Mehrheit aller spinalen Muskelatrophien und wird in Abhängigkeit vom Schweregrad in die Typen I bis III (IV) eingeteilt. Da mehr als 90% der Patienten eine homozygote Deletion des SMN1-Gens auf Chromosom 5q aufweisen, steht eine ei…