Die prolymphozytäre Leukämie: eine neue klinische Entität
F. Cavalli, E. Pedrinis, J. Ludin, A. Goldhirsch, V. Tatti · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1977 · Heft 41 · S. 1443-1445
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einer 67jährigen Patientin wurde zuerst eine akute lymphatische Leukämie diagnostiziert. Diese Diagnose wurde aber bald revidiert, da die Patientin alle Merkmale der sogenannten prolymphozytären Leukämie aufwies. Diese lymphoidzellige Leukose ist klinisch durch starke Allgemeinsymptome und eine deutliche Hepato-Splenomegalie bei gleichzeitigem Fehlen einer Lymphadenopathie gekennzeichnet. Hämatologisch fällt eine extreme Leukozytose auf (manchmal > 1000 X 109/l). Die prolymphozytäre Leukämie wird heute als eine besonders ungünstige Unterart der chronisch lymphatischen Leukämie angesehen.