Lactulosetherapie bei 80 Leberzirrhosekranken
D. Müting, W. Ordnung, N. Arfeen, V. Barth, J. Reikowski · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1972 · Heft 34 · S. 1238-1243
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Lactulose führt bei hochdosierter oraler Einnahme zur Ansäuerung des Darminhaltes und zum Anwachsen von Laktobakterien im Darm. Gleichzeitig nimmt die Bildung von Darmfäulnisprodukten wie Ammoniak, Phenolen und Indolen ab. Bei 80 Leberzirrhosekranken ohne (n = 42) und mit portaler Enzephalopathie (n = 38) ergab die Behandlung mit Lactulose in Tagesdosen zwischen 25 und 150 g eine signifikante Abnahme des Blutammoniaks und des Stuhl-pH-Wertes. Der Erfolg der Lactulosetherapie ist weitgehend abhängig von der Lactulosemenge, der Behandlungsdauer und vor allem von einer vorsichtig einschleichenden Do…