Pseudoproteinurie nach Einnahme von Gallenblasen-Kontrastmitteln
U. Freund, H. Greiling, W. Dihlmann · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1963 · Heft 23 · S. 1198-1200
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Orale Aufnahme von Osbil zum Zwecke der Cholezystographie führt in den darauffolgenden Tagen zur Ausscheidung von Osbil oder einem chemisch nahestehenden Derivat desselben durch die Nieren. Die Löslichkeitsverhältnisse dieses Stoffes haben zur Folge, daß bei Ansäuerung des Urins eine Fällung auftreten kann, die eine Proteinurie vortäuscht. Diese Pseudoproteinurie ist bei einigen anderen, meist heute nicht mehr gebräuchlichen Gallenkontrastmitteln bereits früher beschrieben worden. Urinuntersuchungen unmittelbar und in den ersten Tagen nach Cholezystographie sind deshalb mit Vorsicht zu bewerten,…