Über das Karpaltunnelsyndrom als Grundlage von Schwangerschaftsparästhesien
D. Janz · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1962 · Heft 29 · S. 1454-1457
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Etwa 6—10% der Frauen klagen in den letzten Schwangerschaftswochen über schmerzhafte Parästhesien an den Händen, die bisher als Ausdruck neuritischer oder vasoneurotischer Störungen aufgefaßt und dementsprechend behandelt worden waren. Die Beschwerden beginnen meist nachts, sind an der Arbeitshand stärker ausgeprägt, behindern oft erheblich jede manuelle Tätigkeit und pflegen mit der Geburt nachzulassen, um dann wenige Wochen später ganz aufzuhören. An einem Krankengut von 12 Frauen war nachzuweisen, daß sich die sensiblen Reiz- und Ausfallserscheinungen auf das Versorgungsgebiet des N. medianus…