Beitrag zum Antikörpermangelsyndrom
R. Nicolas · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1963 · Heft 27 · S. 1352-1356
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einer 17jährigen Patientin bestand ein erworbenes idiopathisches Antikörpermangelsyndrom (Agammaglobulinämie). Die immunochemische Bestimmung des Gammaglobulingehaltes des Serums ergab einen extrem niedrigen Wert von 5,5 mg%; die Beta2A- und Beta2M-Globulinfraktionen ließen sich immunelektrophoretisch nicht nachweisen. Eine aktive Immunisierung mit Salk-Serum führte zu keiner Antikörperbildung. Mit konsequent durchgeführter Substitutionstherapie, verbunden mit antibiotischer Behandlung, gelang es, die häufig rezidivierenden bakteriellen Infektionen zu verhüten, weitgehende Beschwerdefreiheit…