Tödlicher Zwischenfall nach intravenöser Injektion von Kongorot
O. Hörstensmeyer · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1964 · Heft 39 · S. 1845-1848
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Einem 38jährigen Buchhalter wurden zum Ausschluß einer Amyloidose 10 ccm Kongorot injiziert. Er kollabierte unter tonisch-klonischen Krämpfen. Ein Gerinnungsstatus zeigte kurz nach dem Ereignis einen Abfall des Fibrinogens (Hitzefibrin 0,005 ml) mit ausgeprägter Blutungsneigung. Nach 24 Stunden hatte sich dieser Befund normalisiert. Trotz normalen Blutdrucks und ausreichender Diurese trat der Tod am vierten Tag unter den Zeichen eines zentralen Fiebers und einer Atemlähmung ein. Die Sektion zeigte multiple disseminierte Fibrinthromben im Kapillargebiet der Hirnrinde und frische Blutungen im Subar…