Verwirrtheitszustände nach einer portokavalen Shuntoperation1
Albrecht Reinbold · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1956 · Heft 40 · S. 1605-1610
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einem 39jährigen Mann wurde wegen schwerer intestinaler Blutungen auf der Grundlage einer portalen Hypertonie 1954 eine portokavale Anastomose angelegt. In der Folgezeit traten wiederholt Verwirrungszustände, Bewußtlosigkeit und klonische Krämpfe auf. Im März 1955 führte eine erneute intestinale Blutung zum Exitus. Bei der Sektion wurde eine chronische Hepatitis und ein kallöses Duodenalulkus festgestellt. Die Ursache dieses zerebralen Syndroms ist, in Analogie zu tierexperimentellen Befunden, in einer Intoxikation mit Ammoniak oder anderen Abbauprodukten aus dem Eiweißstoffwechsel zu sehen.…