Pränataler Schaden und Geburtstrauma
E. Emminger · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1955 · Heft 33/34 · S. 1182-1184
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei 1084 Kindersektionen wurden in 31% ein Riß im Tentorium oder in der Falx cerebri bzw. der Vena terminalis mit intrazerebralen Blutungen gefunden. Der Anteil derartiger „Geburtsschäden” wird auf etwa 30% aller Todesfälle bei jungen Säuglingen geschätzt. Als Ursache dieser Hirnschäden kommen in erster Linie foetale Entwicklungsstörungen in Betracht; die Geburt hat nur die Bedeutung eines auslösenden Faktors. Zur Prophylaxe dieser pränatalen Schäden wird eine enge Zusammenarbeit zwischen den Frauen- und Kinderärzten sowie den Pathologen gefordert.