Dynamik emotioneller Abläufe bei Epilepsiekranken
W. Machleidt · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 1991 · Heft 06 · S. 216-227
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die psychogenetische Epilepsietheorie wird in ihren wesentlichen Entwicklungen skizziert und weiterentwickelt unter den Leitlinien des Paradigmas der Antinomie von Allmacht und Ohnmacht. Der in seiner Ich-Entwicklung gestörte Epilepsiekranke überwindet das kindliche Absolutheitsdenken nicht. Daraus resultieren Handlungsvollzüge und Symptombildungen nach dem Alles-oder-nichts-Schema. Die Lösung von Konflikten wird bei dem Epilepsiekranken im Rückgriff auf übergroße Duldsamkeit oder den heftigen aggressiven Affekt gesucht, der sich auf archaischer Stufe als destruktiver Wutausbruch, als Anfall oder…