Der diagnostische Wert der Pseudoprotanomalie für die Differentialdiagnose zwischen Netzhaut- und Optikuserkrankungen
W. Jaeger · Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde · 1987 · Heft 12 · S. 427-429
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Seit Koellner ist bekannt, dass bei manchen Erkrankungen der Netzhaut die Rayleigh-Gleichung am Anomaloskop in Richtung zum Rot verschoben ist. Diese „Pseudoprotanomalie” wurde 1951 in der Heidelberger Klinik auf Anregung von Engelking genauer analysiert. Die Pseudoprotanomalie ist pathognomonisch für Erkrankungen, die mit einem Makulaödem einhergehen (Chorioretinitis centralis serosa), aber auch für das Frühstadium einer Stargardtschen Makuladegeneration. Die verschiedenen Theorien für ihre Entstehung werden diskutiert. Bei Sehstörungen mit eben erkennbarem Zentralskotom erlaubt der Augenhinterg…