Zerebral bedingte Sehstörungen als Erstsymptom bei subakuter sklerosierender Panenzephalitis (SSPE)
O.-E. Lund, Ch. Förster, K. Bise · Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde · 1983 · Heft 04 · S. 290-293
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die subkutane sklerosierende Panenzephalitis (SSPE), bevorzugt im Schulalter auftretend, weist in 30% eine beidseits akute zentrale Chorioretinitis auf. Die Erkrankung kann sich jedoch klinisch unter dem Bild einer kortikalen (zerebralen) Sehstörung als Erstsymptom manifestieren, wenn auch selten. Neuropathologisch zeigt sich bei diffuser Panenzephalitis eine Betonung im Parieto-Okzipitalbereich, die die klinische, ophthalmologische Symptomatik erklärt. Charakteristisch sind die serologischen Befunde mit positiver KBR auf Masern in Serum und Liquor. Gegebenenfalls kommt dem Masernvirus ursächlich…