Ätiologie des Harnblasenkarzinoms - Fakten und Spekulation
S. Gehrke, G. Staehler, T. Kälble · Aktuelle Urologie · 1996 · Heft 06 · S. 391-399
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung: Eine gesicherte Harnblasenkarzinogenität konnte neben den aromatischen Aminen Benzidin, 4-Aminobiphenyl, 2-Naphthylamin und 4-Chlor-o-Toluidin für das Chemotherapeutikum Cyclophosphamid und das Analgetikum Phenacetin nachgewiesen werden. Anorganisches Arsen steht in dringendem Verdacht, ebenfalls Urothelneoplasien zu induzieren, während das erhöhte Blasenkrebsrisiko bei chronisch rezidivierenden Harnwegsinfektionen und Bilharziose unter anderem auf eine bakteriell katalysierte Nitrosaminsynthese zurückgeführt wird. Bei Nierentransplantierten werden vor allem dann gehäuft Blasentumoren beobachtet…