Zur Problematik der Radon-Balneotherapie*
N. Seichert · Physikalische Medizin Rehabilitationsmedizin Kurortmedizin · 1992 · Heft 05 · S. 157-160
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Wegen der geringen Inzidenzrate sind die Wirkungen ionisierender Strahlung auf den Organismus unterhalb einer bestimmten Dosisgrenze nicht mehr meßbar. In diesem Niedrigdosisbereich stehen daher zwei konträre Hypothesen (Hormesis versus lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung) nebeneinander. Eine Befürwortung oder Ablehnung der Radon-Balneotherapie auf dieser Basis ist nicht möglich. Die Strahlenexposition des Patienten durch Radon und Tochterkerne, besonders die der Lunge, liegt für bestimmte Therapieformen, z.B. „Stollenkuren”, oberhalb der jährlichen „natürlichen” Strahlenbelastung. Beim Personal kan…